Honigschleuder – Informationen, Anleitung, Produktvergleich

Bienen sind die kleinsten Nutztiere der Welt, die meisten Menschen fürchten zwar ihren Stich, schätzen aber den Honig. Als stolzer Besitzer von Bienen kommst Du nicht umhin, Dir Gedanken über Dein Equipment zu machen. Eines der wichtigsten, komplexesten und anspruchsvollsten Gerätschaften ist die Honigschleuder - und um genau diese geht es hier.

Hier vorab schon einmal meine Produktempfehlung für alle Ungeduldigen:

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Hier findest Du auf einen Blick alles Wissenswerte über Honigschleudern und die Arbeit von Imkern. Du findest Informationen darüber, wie Honig hergestellt wird, wie er ins Glas kommt, welche Arbeitsschritte nötig sind, wie das früher alles funktionierte und natürlich alles über die Honigschleuder. Du erfährst die Unterschiede der Honigschleuder-Typen und welches Modell für Hobby- oder Berufsimker sinnvoll ist. Natürlich geht es auch darum, wie eine Honigschleuder funktioniert und was Du beim Kauf einer Schleuder beachten solltest. Du siehst, hier geht es um eine der schönsten Sache der Welt – die der Bienen und deren Produkt. Herzlich Willkommen!

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Honigschleuder? Benötige ich das?

Ob eine Honigschleuder eine notwendige Anschaffung ist? Kurz und knackig: Ja, wenn Du effektiv Honig ernten möchtest. Mit einer Honigschleuder kannst Du relativ schnell und unkompliziert den Honig ernten und dabei Deinen Bienen genug übrig lassen. Es gibt verschiedene Typen von Honigschleudern, etwa die Tangentialschleuder oder Radialschleuder, weiter die Selbstwendeschleuder oder eine vollautomatische Schleuder. Welche Honigschleuder für Dich die Richtige ist, hängt natürlich von der Anzahl Deiner Bienenvölker ab und auf Deine individuellen Wünsche. Es gibt Honigschleudern mit einer Handkurbel oder solche mit einem Motor. Für ein, zwei oder drei kleine Bienenvölker lohnt sich der Kauf einer vollautomatischen Honigschleuder sicher nicht. Im Prinzip soll eine Honigschleuder neben der Arbeitserleichterung dazu dienen, das Maximum der Ernte zu erzielen und dabei so wenig wie möglich zu beschädigen, sprich, es sollten keine Waben zu Bruch gehen.

In Imkerkreisen wird häufig darüber debattiert, welche Honigschleuder von welchem Hersteller eine sinnvolle Investition ist, dabei haben die meisten Hersteller die Zufriedenheit ihrer Kunden im Sinn und produzieren hochwertige und qualitätsorientierte Schleudern. Über einige bekannte Hersteller findest Du hier Informationen, die Dir die Kaufentscheidung Deiner zukünftigen Honigschleuder erleichtern. Diese Gerätschaften sind keine Schnäppchen – aber das Geld ist normalerweise gut angelegt, da es eine Investition fürs Leben ist. Das gilt ganz besonders bei den Modellen, die per Handkurbel bedient werden. 300-400 Euro aufwärts kostet eine manuell zu bedienende Schleuder schon, in den Bereich der 500-800 Euro-Marke gelangst Du, wenn Dir eine motorisierte Honigschleuder vorschwebt und für eine vollautomatische Maschine planst Du ungefähr zwischen 2000 und 4000 Euro ein. Doch wie gesagt – es ist gut angelegtes Geld. Ansonsten bleibt Dir immer noch, eine Honigschleuder gebraucht zu kaufen. Auf was Du beim Kauf einer gebrauchten Schleuder achten solltest, steht ebenfalls hier im Artikel. Als „Neueinsteiger“ in die Thematik der Imkerei dürftest Du hier solide mit spannenden Informationen über Honig und die Honiggewinnung allgemein versorgt werden, so dass Du gut vorbereitet zu gegebener Zeit Deine Honigschleuder kaufen kannst.

Von der Blume in den Bienenstock – die Arbeit der Bienen

Honig wird in den Produktionsstätten der Natur hergestellt. Das Naturprodukt Honig basiert auf der Fleißarbeit von Bienen. Die Insekten sammeln und verbringen Nektar in ihren Bienenstock. Dort verarbeiten andere Bienen den noch unreifen Honig weiter. Er wird in Waben eingelagert und durchläuft unter steter Beobachtung und Mitarbeit der Insekten einen Reifeprozess. Hat sich der Honig entwickelt, verschließen die Bienen die Waben mit einem Wachsdeckel. Erfahrene Imker erkennen am Zustand dieser Wachsdeckel, ob der Honig reif für die Ernte ist. Ist dem so, entnehmen sie die Waben und lösen die Wachsschicht – im Fachjargon wird das als „Entdeckeln“ bezeichnet. Übrig bleibt der goldfarbene Honig, der in den Waben klebt. Um den Honig aus den Waben zu lösen, wird eine Honigschleuder eingesetzt. Durch die Zentrifugalkraft wird der Honig aus den Waben geschleudert. Letzten Endes muss der Honig nur noch gesiebt werden und kann danach abgefüllt werden.

Vom Bienenstock ins Honigglas – die Arbeit der Imker

Bei Lichte betrachtet sind Bienen Wildtiere, die den Menschen nicht brauchen – das Gegenteil ist der Fall. Während Bienen früher in Aushöhlungen von Bäumen lebten, werden sie heute oft von Imkern gezüchtet und versorgt. Als Behausung dienen künstliche Nisthöhlen, die den Baumausbuchtungen nachempfunden sind. Stand 2014 gab es in Deutschland knapp 100.000 Imker und rund 800.000 Bienenvölker. Von den 100.000 Imkern sind rund 500 Berufsimker. Hobbyimker oder Nebenerwerbsimker bilden den größten Anteil an der gesamten Zahl der Imker.

Deutschland ist ein „Honigland“, denn im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern liegt der Verzehr von Honig mit einem Kilo pro Kopf auf das Jahr gerechnet recht hoch. Rund 20 Prozent des Honigbedarfes für Deutschland kommt aus dem eigenen Land, die restlichen 80 Prozent stammen hauptsächlich aus Mexiko, der Ukraine und China. Doch bevor das klebrige, süße und gesunde Naturprodukt verkauft wird, müssen einige Prozesse durchlaufen werden. Die meisten Arbeitsschritte verrichten dabei die Bienen.

Im folgenden Video werden die Arbeitsschritte (von der Wabe bis zum fertigen Honig) sehr schön dargestellt:

Die Geschichte des Honigs

Der Mensch entdeckte schon vor langer Zeit den Nutzen, den Geschmack und nicht zuletzt die Heilwirkung von Honig.
Bienen bevölkerten die Erde, lange bevor es den Menschen gab. Experten schätzen, dass sich die ersten Bienen vor rund 40 – 50 Millionen Jahren entwickelten. Im Vergleich: Frühmenschen der Gattung Homo sollen vor 2,8 Millionen Jahren gelebt haben. In der Steinzeit entdeckte der Mensch den Honig. Darauf weisen Höhlenmalereien hin. Vor rund 10.000 Jahren lernte der Mensch, den Honig mit Rauch aus den Bienenhöhlen zu entnehmen – ohne dass dabei die Insekten zu Schaden kamen. Doch erst, als die ersten Menschen sesshaft wurden, kam es zur gezielten Bienenhaltung. Darauf weisen Höhlenzeichnungen in der Nähe des spanischen Valencia hin (Las Aranas).

Damals war Honig das einzige süße Lebensmittel – abgesehen natürlich von diversen Früchten. Das mag sicher mit ein Grund gewesen sein, warum der Mensch versuchte, die Bienenvölker in der Nähe seiner Behausung zu halten. Im Laufe der Zeit verfeinerte sich die Kunst der Imkerei immer mehr, bis hin zu transportablen Bienenstöcken.

Im alten Ägypten wurde die Imkerei seit jeher hochwissenschaftlich betrieben. Honig war ein Zahlungsmittel und Ramses II „bezahlte“ seine Leute sogar mit dem süßen Lebensmittel. Doch nicht nur wirtschaftliche Interessen ließen sich mit der Imkerei abdecken, Honig galt lange Zeit als religiöses Symbol. Welche Bedeutung Bienen innehatten, zeigte sich am Siegel der altägyptischen Königin Hatscheput (vermutlich geboren um 1495 v.Chr.). Dieses königliche Relikt wurde mit dem Symbol der Bienen bestückt.

Die Geschichte des Honigs ist bis heute noch nicht zu Ende – im Gegenteil, doch Rübenzucker nahm dem Honig das Alleinstellungsmerkmal als einziges Süßungsmittel. Doch selbst als Industriezucker Fahrt aufnahm, kann er bis heute den wunderbaren Geschmack von Honig nicht ersetzen.

Die Geschichte der Imker

Die Geschichte des Honigs ist natürlich eng mit der des Imkers verknüpft. Die geschichtliche Bedeutung von Honig verweist auf die Wichtigkeit der Imker. Einst war der Imker ein hochangesehener Fachmann. Es war dereinst unmöglich, die Arbeit mal kurz an jemand abzugeben. Die Gefahr, dass einem unerfahrenen Helfer Fehler unterlaufen könnten, war einfach zu groß. Und den „Lehrling“ mal kurz einweisen? Unmöglich. Dazu war (und ist) das Wissen eines Imkers zu komplex.

Früher galten Imker als seltsame Gesellen. Sie arbeiten mit wild um sich stechenden Insekten, hatten anscheinend kaum ein Schmerzempfinden und bewegten sich dort, wo sich sonst niemand hintraute. Eine wichtige Eigenschaft eines Imkers war Gelassenheit. Da junge Leute (damals wie heute) gerne ungestüm an zu verrichtende Tätigkeiten herangehen, waren es damals hauptsächlich ältere Leute, die kurzerhand zum Imker „gemacht“ wurden. Imker galten lange Zeit als erfahren, seriös, weise – aber auch als ein wenig sonderbar.

Der moderne Imker der heutigen Zeit ist ein waschechter Landwirt inklusive Nutztierhaltung. Dabei konzentriert sich die Arbeit des Imkers nicht ausschließlich auf die Honigproduktion, es gibt eine Vielzahl von Produkten, die auf der fleißigen Arbeit von Bienen basieren:

Bienenwachs zu Herstellung von Kerzen oder als Zusatzmittel in kosmetischen Produkten. Auch einige Pflegeprodukte (etwa Sattelseife) bauen auf Bienenwachs.
Bienenpollen als Nahrungsergänzungsmittel.
Bienengift als Behandlungsmethode entzündlicher Gelenkerkrankungen.
Propolis als probates Mittel in der Naturheilkunde.
Gelée Royal als „Gesundbrunnen“ für den Menschen.

Im Gegensatz zu früher stehen einem Imker heute Geräte zur Arbeitserleichterung zur Verfügung – Stichwort Honigschleuder. Allerdings macht eine Biene noch lange keinen Honig, und eine Honigschleuder noch keinen Imker. Wer die Imkerei zu seinem Hauptberuf machen möchte, hat dazu mehrere Wege:

• Eine zweijährige Ausbildung zum Tierwirt – Fachrichtung Imkerei führt zur Gesellenprüfung. Die Weiterbildung zum Imkermeister ist möglich.

Quereinsteiger können ohne die zweijährige Ausbildung ebenso bei der Landwirtschaftskammer vorstellig werden, um die Gesellenprüfung abzulegen.

Hobbyimker lernen die Bienenkunde entweder in einem Imkerverein oder besuchen von Imkerlandesverbänden angebotene Lehrgänge.

Wie wird Honig hergestellt?

Die Honigproduktion ist eine mühselige Arbeit – in erster Linie für das Nutztier „Biene“, die ihrerseits darauf angewiesen ist, den Ausgangsstoff aus der Pflanze zu bekommen.
Sammelbienen fliegen Blüten, Blätter und Nadeln von Bäumen an und saugt mit ihrem Saugrüssel den Nektar aus der Pflanze. In dieser Vorstufe handelt es sich noch längst nicht um Honig, sondern um Siebröhrensaft (Pflanzen) und Honigtau (Nadelbäume). Im sogenannten „Honigmagen“ reichert die Biene das gesammelte Gut gleich mit Enzymen und Fermenten an. Einen winzigen Teil behält sie für sich selbst, alles andere wird pflichtbewusst in ihrem Bienenstock abgeliefert.

Honigschleuder mit Waben

Ist der stecknadelkopfgroße Magen der Sammelbiene voll, übernimmt die im Bienenstock befindliche „Stockbiene“ das Sammelgut und verarbeitet es weiter. Der unreife Honig enthält jetzt allerdings noch reichlich Wasser, deswegen kümmert sich die Stockbiene um den Reifeprozess. Dazu befördert sie den Nektar immer wieder in ihre Honigblase, lässt ihn aus dem Saugrüssel entfleuchen und nimmt ihn sofort wieder auf, das ganze Prozedere wird bei einer konstanten Lufttemperatur praktiziert, was die Verdunstung des Wassergehaltes enorm beschleunigt. Zudem reichert die Stockbiene den Ausgangsstoff und zukünftigen Honig immer wieder mit Enzymen an. Ist genug Wasser verdampft, wird der unreife Honig in die Waben eingelagert, wo er bis zur Reife verbleibt. Hat der Honig seine Reife erlangt, verschließen die Insekten die Waben mit einer Wachsschicht – den sogenannten „Wachsdeckeln“ Und genau an diesen Wachsdeckeln kann ein Imker erkennen, wann der Honig reif für die Ernte ist. Eine einzige Biene produziert während ihrem rund fünfwöchigem Leben auf diese Weise rund zwei Teelöffel Honig.

Die Natur hat eigentlich alles bis ins Detail geregelt. Die Bienen produzieren den Honig nicht, um uns einen schmackhaften Brotaufstrich zu liefern. Eigentlich dient der Honig dazu, die Brut zu ernähren und als Vorrat für den Winter. Deswegen entnehmen gute Imker auch niemals alles aus einer Wabe, ein Rest bleibt immer für die Bienen. Im Regelfall ist der Honig dann erntereif, wenn mindestens 2/3 der Wabe verdeckelt sind. Der Wassergehalt sollte dann unter 18 Prozent liegen, wie vom Deutschen Imkerbund verlangt. Um sicher zu gehen, entnimmt der Imker eine Wabe und dreht sie mit den offenen Honigzellen in die Waagerechte. Tropft nichts heraus, ist der Honig reif und kann aus der Wabe entnommen werden.

Wie kommt der Honig aus der Wabe?

Bevor der Imker an die Waben kann, müssen die Insekten von den Waben weg. Gerade zur Erntezeit verlassen die Tiere die im Bienenstock befindlichen Waben sicher nicht freiwillig. Meist werden die Tiere mit einem Gebläse oder einem speziellen Besen dazu bewegt, die Waben zu verlassen. Jetzt werden die verdeckelten Waben entnommen und in eine abgedichtete, saubere Kiste gepackt. Auf schnellstem Weg geht es zum Honigschleudern. Schnell deswegen, weil im Bienenstock selbst konstante 35 Grad herrschen. Kühlen die Waben aus, ist es schwerer, den Honig zu schleudern. Am einfachsten lässt sich Honig verarbeiten, der die Wärme des Bienenstocks hat. Somit sollte der Raum, in dem der Honig geschleudert wird, eine Temperatur zwischen 24 und 28 Grad haben – idealerweise. Oft findet sich die Bezeichnung „kaltgeschleudert“ auf dem Etikett des Honigs. Eigentlich ist dies eine Irreführung, denn es gibt keinen „warmgeschleuderten“ Honig. Kalt geschleudert bedeutet in diesem Zusammenhang nur, dass der Honig bei normaler Temperatur per Honigschleuder aus den Waben gelöst wurde.

Bevor der Honig geschleudert wird, muss die Wabe „entdeckelt“ werden. Dazu wird ein speziell geformtes Werkzeug genutzt, eine sogenannte „Entdeckelungsgabel“. Diese besitzt leicht nach unten gebogene Spitzen und der Imker löst damit vorsichtig die Wachsschicht. Schon während der Entdeckelung beginnt der Honig zu fließen, deswegen findet die Entdeckelung über einem geeigneten Auffangbehälter statt. Und die Wachsschicht lässt sich später ebenfalls zu Honig verarbeiten.

Nach dem Entdeckeln kommen die Waben in die Honigschleuder. Die Honigschleuder arbeitet entweder elektrisch oder wird manuell betrieben. Die Honigschleuder ist eine zylinderförmiges Gefäß mit gitterförmigen Einsätzen für die Waben. In diese Körbe, die mit einer Drehachse arbeiten, werden die Waben gestellt. Durch die Zentrifugalkraft wird der Honig aus der Wabe geschleudert und sammelt sich in dem Gefäß. Je nach Ausführung der Honigschleuder muss der Imker die Wabe zwischendurch wenden, um den Honig von beiden Seiten der Wabe zu erhalten. Einige Modelle sind mit einem automatischen System ausgestattet (Selbstwendeschleuder). Über einen Auslaufhahn kann der Honig nochmals gesiebt und schließlich abgefüllt werden. Nach dem Filtern wird dem Honig noch etwas Ruhe gegönnt, dazu wird er in einem luftdicht verschlossenen Behälter einige Tage gelagert. Während dieser Ruhezeit „wandern“ letzte Wachsreste an die Oberfläche und lagern sich dort deutlich sichtbar als eine Art Schaum ab. Diese werden entfernt und jetzt kann der Honig gebrauchsfertig abgefüllt werden.

Funktion der Honigschleuder im Detail

Die Honigschleuder dürfte zu den wichtigsten Arbeitsgeräten eines Imkers zählen. Erfunden wurde die innovative Gerätschaft übrigens von einem italienischen Major (Francesco de Hruschka, 1813 - 1888), der seinen Prototypen im Jahre 1865 der wandernden Imkerzunft vorstellte. Seit dieser Zeit wird die Zentrifugalkraft genutzt, um den Honig effektiv zu ernten. Vor dieser grandiosen Erfindung wurde Honig in einem mühseligen Prozess durch Pressen oder Abschmelzen gewonnen – allerdings ging das kaum ohne die Zerstörung der Waben ab. Dank der Honigschleuder können die entleerten Waben wieder den Bienen zurückgegeben werden. Während die ersten Honigschleudern aus Holz gefertigt waren, stieg man später auf Weißblech um. Der Nachteil kristallisierte sich recht schnell heraus: Weißblech rostet. Die heutigen Honigschleudern sind aus rostfreiem, lebensmittelechtem Edelstahl hergestellt.

Honigschleuder von innen

Honigschleudern sind vom Grundsatz her immer gleich aufgebaut: Sie besteht aus einer zylinderförmigen Trommel mit einem Abflusshahn und einer Abdeckung, äußerlich vergleichbar mit einem Topf, der zu Großmutters Zeiten zum Einkochen von Marmelade verwendet wurde. Doch im Inneren der Honigschleuder sieht es anders aus: Mit einer Drehachse am Boden der Honigschleuder sind Wabenkörbe aus einem Gittergeflecht verbunden, in die die Waben eingesetzt werden. Meist steht das Imkereigerät auf stabilen Füßen, oft sogar noch mit der Möglichkeit, die Schleuder auf dem Boden zu arretieren.

Mittels der Drehachse wird der Warenkorb samt den darin befindlichen Waben im Kreis gedreht – erst in die eine Richtung, dann in die andere – und so wird der Honig aus den Waben geschleudert. Je nach Modell wird die Zentrifugalkraft elektrisch oder mit Handbetrieb ausgelöst. Letztere Modelle sind dann zusätzlich noch mit einer Handkurbel bestückt. Der Honig fließt an der Innenwand der Honigschleuder in Richtung Auslaufhahn, um den Weg über ein Sieb in das Auffanggefäß. Einige Modelle haben bereits ein Sieb direkt vor dem Auslaufhahn integriert, so bleiben Wachsstücke und andere Verunreinigungen gleich im Gefäß.
Honigschleudern sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Je nach Größe und Anzahl der Bienenvölker gibt es Schleudern, die mit einer verschiedenen Anzahl an Wabenkörbe ausgerüstet sind. Für Hobbyimker mit bis zu 10 Bienenvölker reichen Honigschleudern mit 4 oder 6 Wabenkörbe völlig aus, während ein industrieller Großbetrieb sicher mit Honigschleudern arbeitet, die bis zu 60 Rahmen für die Waben beinhaltet.

Das Ergebnis eines jeden "Schleudergangs" - leckerer Honig
Das Ergebnis eines jeden "Schleudergangs" - leckerer Honig

Verschiedene Ausführungen im Überblick

Manuelle Honigschleuder Honigschleuder mit Motor
Bild: manuell 4 waben honigschleuder motor-honigschleuder
Für wen geeignet: Neulinge & Gelegenheits-Imker Hobby-Imker mit vielen Völkern & berufliche Imker
Eigenschaften - 4 Waben
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• Elektrisch

Eine elektrische Honigschleuder lohnt sich meist nur bei einem größeren Bienenbestand. Hauptsächlich sind Radialhonigschleudern und Horizontalhonigschleudern motorisiert. Einige Modelle lassen sich vollautomatisch steuern. Nicht nur die Drehzahl des Motors wird über ein elektrisch geregeltes Bedienfeld ausgewählt, auch die Schleuder-Zeitintervalle oder die gewünschten Drehrichtungen lassen sich vorab einstellen. Solch eine prozessorientierte Maschine richtet sich eher an den professionell arbeitenden Imker.

• Manuell

Manuelle Honigschleudern werden mit einem Handantrieb bedient. Die Kunst liegt darin, nicht zu stark zu schleudern, da es sonst zu einem Wabenbruch kommen kann. Manuelle Honigschleudern sind stabil, langlebig und lassen sich meist einfach transportieren

• Mit 4 oder 6 Waben?

Eine Honigschleuder mit 4 oder 6 Waben reicht, wenn es nicht mehr als ungefähr 10 Bienenvölker werden. Allerdings unterschätzen Einsteiger immer wieder, wie schnell sich die Bienenvölker „vermehren“. Hobbyimker, die ganz harmlos im ersten Jahr mit 3 oder 4 Völkern begannen, haben in der Regel im nächsten Jahr schon mehr Bienenvölker. Deswegen ist es sinnvoll, bei der Schleuder darauf zu achten, dass sie sich mit einem Motor nachrüsten ließe, falls gewünscht.

• Tangentialschleudern

Die Tangentialschleuder ist die kostengünstigste Variante. Kleinere Imkereien mit nur wenigen Völkern beziehungsweise Hobbyimker eignen sich als Zielgruppe für diese Form der Schleuder. Die Tangentialschleuder ist einfach aufgebaut und die Waben werden um den Außenradius des Wabenkorbes angeordnet. Sie stehen somit tangential zum Schleuderkessel. Es gibt solche mit drei oder vier Waben. Bei einer Tangentialschleuder mit vier Waben sieht es im Inneren quasi aus wie ein Quadrat. Der Vorteil dieser Form der Schleuder liegt klar auf der Hand: Die Einzelteile lassen sich leicht reinigen, eine Wartung reduziert sich auf ein Mindestmaß und besonders der günstige Anschaffungspreis lockt jene Imker, die kleine Bienenvölker haben und Honig in geringerem Maße produzieren. Zudem kommt es durch diesen Schleudervorgang kaum zum Wabenbruch. Der Nachteil liegt darin, dass die Waben manuell gewendet werden müssen.

• Selbstwendeschleudern

Der Name erklärt es schon, Selbstwendeschleudern bieten eine enorme Arbeitserleichterung, da sie die Waben selbsttätig wenden. Meistens nutzen Hobbyimker mit größeren Beständen Selbstwendeschleudern. Vollautomatisiert verrichtet das Gerät seinen Dienst, währenddessen konzentriert sich der Imker auf andere Arbeiten. Eine Selbstwendeschleuder wird häufig dazu genutzt, um Honig auszuschleudern, der aufgrund seiner Konsistenz eher schwer zu lösen ist – etwa Melezitose-Honig, nur um ein Beispiel zu nennen.

• Radialschleudern

Bei dieser Schleuder sind die Wabenkörbe sternförmig angeordnet. Das besondere an dieser Schleuder resultiert aus der Drehrichtung. Denn durch dessen Wechsel wird automatisch die andere Seite der Wabe bearbeitet, was ein manuelles Drehen durch Herausnehmen der Wabe unnötig macht.

Nützliches Zubehör

Wer sich ernsthaft der Imkerei widmen möchte, benötigt ein solides und effizientes Equipment. Mit dem Aufstellen einiger Bienenvölker, einer Honigschleuder und einer Kasse für die zu erwartenden Gelder durch den Verkauf von Honig ist es nicht getan. So gibt es rund um die Honigproduktion eine breite Palette an nützlichem Zubehör.

• Bodenheizung

Jeder kennt es aus eigener Erfahrung: Warmer Honig ist deutlich flüssiger als kalter. Eine Bodenheizung als externes Feature sorgt für ein deutlich schnelleres Abfließen des Honigs. Zudem gestaltet sich die ganze Reinigungsprozedur als angenehmer und leichter. Es gibt Honigschleudern, bei denen eine Bodenheizung bereits integriert ist, falls nicht, lässt sich dieses Zubehör leicht nachrüsten.

• Wabenkörbe

Es ist sicher immer sinnvoll, Wabenkörbe zum Wechseln bereitzustellen. Überigens können Radialschleudern auch mit Tangential-Gittern bestückt werden. Das ist insofern ein Aspekt, wenn es sich um verschiedene Bienenvölker handelt. (Waldbienen).

• Entdeckelung

Kleinere Imkereien benötigen zur Entdeckelung ein passendes Gerät. Als praktisch erweisen sich Entdeckelungsgabeln, die so beschaffen sind, dass sich die Wachsschicht leicht lösen lässt. Große Imkereibetriebe arbeiten mit einer Entdeckelungsmaschine, in der die Waben in Sekundenschnelle von der Wachsschicht befreit werden.

• Motor

Die meisten Honigschleudern lassen sich problemlos mit einem Motor nachrüsten. Es ist ein sinnvolles Feature, wenn sich der Bienenbestand vergrößerte. Zumal das Kurbeln per Hand einiges an Geschick und vor allem Kraft benötigt.

Hersteller im Überblick

Der Kauf einer Honigschleuder will gut durchdacht sein – der Gedanke an die Qualität sollte unbedingt an erster Stelle stehen. Wer seine Honigschleuder günstig kaufen möchte, kauft oft zweimal. Ein gutes Gerät hält im Idealfall zwei bis drei (oder mehr) Generationen. Einige Hersteller punkten mit ausgezeichneter Qualität und sind in Imkerkreisen sehr beliebt.

Logar

Das Familienunternehmen Logar mit Sitz in Slowenien gehört zu den Top-Adressen im Bereich von Imkerei-Zubehör. Der Unternehmensgründer, Anton Logar, werkelte, bastelte, tüftelte und entwickelte in seiner hauseigenen Werkstatt. Seit dem Jahre 2004 agiert das Unternehmen Logar in hochprofessionellem Umfeld, um sowohl Anfängern als auch Profis im Bereich der Imkerei mit qualitativ hochwertigem Zubehör auszustatten.

Graze

Im baden-württembergischen Weinstadt-Endersbach begann die Erfolgsgeschichte des Herstellers Graze im Jahre 1836. Eberhard Graze entdeckte seine Liebe zu den Bienen, Sohn Christian Bernhard (1847 – 1897) teilte diese Leidenschaft und machte sie zu seinem Beruf – er wurde Imker. Die Geschichte zieht sich durch die Generationen und heute ist die Fabrik für Bienenzuchtgeräte aus der Welt der Imker überhaupt nicht mehr wegzudenken. Graze verfügt über eine eigene Holz- und Metallwerkstatt sowie eine Wachsfabrik. Die Produkte aus dem Hause Graze strotzen vor Qualität und solider Fertigung.

Dadant

Der gebürtige Franzose Charles Dadant wanderte im Jahre 1863 in die USA aus. Ursprünglich wollte er sich dem Weinbau zuwenden, entschied sich dann anders und widmete sich der Bienenzucht. Er arbeitet sich alsbald zum Kenner hoch und veröffentlichte Artikel in Fachzeitschriften. Gemeinsam mit einem seiner Söhne gründete er eines der ersten Unternehmen für Bienenzucht-Zubehör weltweit. Der Name Dadant steht hauptsächlich für sogenannte „Beuten“, also der Behausung von Bienen.

Siegerland

Siegerland ist eine Qualitätsmarke der Friedhold Uhr KG in Neunkirchen. Hergestellt werden hochwertige Zubehörteile für den Imkereibedarf auf höchstem Niveau. Siegerland Produkte werden meist über Shops für Bienenzucht und Imkereiprodukte verkauft. Die Friedhelm Uhr KG ist eine Blech- und Metallverabreitungsfabrik, die exzellente Honigschleudern herstellt und über diverse Händler vertreibt.

Hobby-Imker oder Profi – welche Honigschleuder für welchen Bedarf?

Eine Honigschleuder ist eine Anschaffung fürs Leben. Bei vielen anderen Produkten reicht für den Einstieg eine günstige Variante aus, um sich dann im Laufe der Zeit zu verbessern. Bei einer Honigschleuder hat dieser Grundsatz keinen Wert. Selbst wenn sich ein Imker deutlich vergrößert, ist dies kein Grund, seine Honigschleuder auszuwechseln – dann kommt höchstens noch ein weiteres Modell hinzu. Die Honigschleuder ist das wichtigste Arbeitsgerät des Imkers. Vielleicht bietet sich die Möglichkeit, eine Schleuder beim örtlichen Imkerverein auszuleihen, um die Handhabung auszutesten. Egal ob für Berufsimker oder Freizeitimker – eine Honigschleuder muss sich immer leicht montieren lassen und reinigen lassen. Edelstahl ist das Material der Wahl, denn Weißblech ist rostanfällig. Neue Honigschleudern sind aus Edelstahl, also muss nur dann aufgepasst werden, soll eine Honigschleuder gebraucht gekauft werden. Es gibt natürlich noch die Uralt-Modelle, die mit Holzelementen bestückt sind. Doch im Rahmen der hygienischen Aspekte sollten Holzteile in einer Honigschleuder nicht mehr zu finden sein. Eventuell können diese ausgetauscht

Hobbyimker sind mit einer 4 oder 6 Wabenschleuder bestens beraten. Die 4 Wabenschleuder bietet den Vorteil, dass damit auch zwei Waben geschleudert werden können, was beispielsweise bei einer 3 Wabenschleuder nicht funktioniert. Eine unmotorisierte Handschleuder reicht bis zu zehn Bienenvölker normalerweise aus. Die meisten Honigschleudern lassen sich auch später mit einem Motor nachrüsten, sollten es also irgendwann einmal mehr Bienen werden, kann das gute Stück immer noch mit einem Motor bestückt werden.
Sowohl Tangentialschleuder als auch Radialschleuder eignen sich für Hobbyimker. Die Selbstwendeschleuder ist für Hobbyimker eine Überlegung wert, wenn diese zähflüssigen Honig herstellen.
Ein Berufsimker wird sicherlich den vollautomatischen Antrieb wählen, während kleinere Imkereien oder Freizeitimker mit Honigschleudern per Handantrieb beziehungsweise Motorantrieb gut fahren.

Honigschleuder kaufen – auf was achten?

Manuelle Honigschleuder Honigschleuder mit Motor
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Das A und O einer guten Honigschleuder ist die Möglichkeit der Reinigung. Alle Teile, alle Ecken und alle Winkel müssen sich problemlos reinigen lassen. Nichts ist frustrierender, als wenn sich klebrige Honigreste in irgendwelchen Ritzen ansammeln können, die sogar dem Dampfstrahler trotzen. Wie bereits angemerkt, sollte die Honigschleuder aus Edelstahl gefertigt sein. Das ist einer der wichtigsten Aspekte, denn aufgrund ihrer Langlebigkeit tummeln sich viele Honigschleudern aus frühen Baujahren aus Weißblech auf dem Gebrauchtmarkt. Ansonsten gilt es sich vorher Gedanken darüber zu machen, ob es eine Radialschleuder, eine Tangentialschleuder oder eine Selbstwendeschleuder sein soll. Ebenso muss die Frage nach der Motorisierung geklärt sein – wobei diese Überlegung zu Beginn der Imkerei vielleicht noch keine Hauptrolle spielen muss. Sinnvoll erscheint die Möglichkeit der späteren Nachrüstung.

Neu oder gebraucht kaufen?

Es spricht sicher nichts dagegen, eine gebrauchte Honigschleuder zu kaufen, allerdings empfiehlt es sich dann, sie vorher anzuschauen. Eine Honigschleuder gebraucht im Internet zu erwerben von einem fremden Verkäufer – das birgt ein gewisses Risiko. Eine Honigschleuder ist eine Anschaffung fürs Leben, da lohnt sich ein genauerer Blick. Eventuell verkauft ein Imker vom örtlichen Imkerverein seine Honigschleuder oder es gibt von dort eine Empfehlung. In kaum einem anderen Bereich kommt der Grundsatz „Wer billig kauft, kauft doppelt“ so sehr zum Tragen. Die Investition in eine Honigschleuder will gut überlegt sein, denn eigentlich sollte es eine Anschaffung sein, die nur ein einziges Mal getätigt wird. Natürlich gibt es die Möglichkeit, bei Nichtgefallen, bei Vergrößerung oder bei sonstigem Ungemach die Schleuder wieder zu veräußern, aber der Wertverlust ist dann schon eingetreten.

Kaufen oder selber bauen?

Wer Kenntnisse im Schweißen hat, kann sich seine Honigschleuder natürlich auch selber bauen. Dazu muss das Material aller honigberührenden Teile lebensmittelecht sein und handwerkliches Geschick ist unabdingbar. Bei der Frage, ob man eine Honigschleuder selber bauen oder kaufen sollte, empfiehlt sich aus einigen Gründen letzteres. Eine Honigschleuder Marke Eigenbau kostet mit Sicherheit nicht weniger als eine gekaufte Schleuder. Außer, einige verwertbare Teile stehen ohnehin in der Garage oder im Keller herum und können genutzt werden. Wer dauerhaft Freude an seinem Hobby haben möchte, investiert sicher besser einmal in eine vernünftige Honigschleuder.

Fazit

Die Beschäftigung mit Bienen ist eines der schönsten Hobbys (und Berufe), die es überhaupt gibt. Bienen zählen zu den interessantesten Nutztieren überhaupt. Alles ist ausgeklügelt, der Verbund innerhalb eines Bienenstockes ist grandios. Und wenn die fleißigen Tiere im Frühsommer ausschwärmen, beginnt eine spannende Zeit. Sammelbienen transportieren emsig Blütennektar und Honigtau zu ihrem Bienenstock. Das dortige „Personal“ nimmt den Sammelbienen die Last ab und verarbeitet sie weiter. Diese sogenannten „Stockbienen“ reichern den zukünftigen Honig unter anderem mit Enzymen an und lagern ihn letztendlich in den Waben ein. Nach einer gewissen Zeit verdeckeln sie die Wabe mit einer Wachsschicht. Das ist das Zeichen für den Imker, dass der Honig geerntet werden kann. Zuerst entnimmt er die Waben, dann werden diese entdeckelt. Jetzt folgt das Honigschleudern. Dabei werden die Waben in Rähmchen gestellt, die sich in einer Art Topf befinden. Je nach Anzahl und Anordnung handelt es sich um eine Radial-, Tangential- oder Selbstwendeschleuder. Durch Drehung entsteht die Fliehkraft, die den Honig aus den Waben schleudert. Nach einigen Umdrehungen müssen die Waben umgedreht werden, um den Honig aus der anderen Seite der Wabe zu lösen – die Selbstwendeschleuder macht dies automatisch. Über einen Abfluss sickert der Honig in ein bereitgestelltes Sieb um ihn von den letzten Wachsresten und Verunreinigungen zu trennen. Als Nächstes kann er schon für den Eigengebrauch oder Verkauf abgefüllt werden.

Eine Honigschleuder lohnt sich bereits bei wenigen Bienenstöcken. Nichts erleichtert die Arbeit so sehr als solch eine Schleuder. Unterschieden werden Tangentialschleudern, Radialschleudern und solche, die selbsttätig die Waben wenden. Entweder wird die Honigschleuder mit einer Handkurbel betätigt oder über einen kleinen Motor angetrieben. Professionelle Honigschleudern arbeiten vollautomatisch, da stellt der Imker über ein Display die Drehzahl und Leistung ein. Während das Gerät automatisch seinen Dienst verrichtet, kann er sich anderen Aufgaben widmen. Honigschleudern ist eine Arbeit, die fix vonstatten gehen sollte, da das Schleudern umso schwerer wird, je mehr der Honig auskühlt. Immerhin herrschen im Bienenstock konstante 35 Grad, was bedeutet, dass der raum, in dem geschleudert wird, nicht unwesentlich kühler sein sollte. Genau aus diesem Grund lohnt sich die Ausstattung einer Bodenheizung bei einer Schleuder, denn dann löst sich der Honig deutlich besser aus den Waben.

Eine Honigschleuder ist eine Investition fürs Leben. Unbedarft gekauft, bedeutet Verdruss. Für bis zu zehn Völker reicht eine 4 oder 6 Wabenschleuder mit Handbetrieb oder einem kleinen Motor völlig aus. Frohes Imkern!