Bienenwachspastillen

Bienenerzeugnisse zu ernten erfordert Fachwissen, Know-how, Fingerspitzengefühl, Tierliebe und vor allem: viel Zubehör. Honigschleuder, Propolisgitter oder die Mittelwandgießform, um Beispiele zu nennen. Auch für die Ernte von Bienenwachs benötigst du Equipment, etwa ein Dampfwachs- oder ein Sonnenwachsschmelzer. Wobei du Letzteres wunderbar selber herstellen kannst, wie Du hier schon nachlesen konntest.

Kaufempfehlung: Natürliche Bienenwachs Pastillen in top Qualität
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Doch bei aller Liebe, bei allem Fachwissen - Bienenwachs in Verkaufsqualität herzustellen, das ist anspruchsvoll und mühselig. So sollten im Wachs keinerlei Rückstände enthalten sein, wenn das Bienenwachs in Kerzenqualität hergestellt werden soll. Mit Rückstände sind hier keine schädlichen Substanzen gemeint, sondern vielleicht Pollen, Häute von Larven oder Propolis.

Propolisreste im Wachs führt beispielsweise dazu, dass die Kerze „sprazzelt“, hin und wieder gibt es kleine „Explosionen“. Imker wissen das, aber wenn ein unbedarfter Kerzenfreund solch eine Kerze anzündet, kann das Knallgeräusch zweifellos einen Schrecken einjagen. Zumal die Schwebstoffe im Wachs verhindern, dass die Kerze sauber abbrennt. Sie würde rußen und vermutlich kurzerhand ausgehen.

Bienenwachs von Rückständen trennen

Es ist im Hausgebrauch zeitaufwendig, Bienenwachs so zu reinigen, dass keinerlei Rückstände mehr enthalten sind. Rohwachs zu klären erfordert viele kleine Arbeitsschritte. Zuerst kochen, dann absieben, dann aushärten lassen. Nach jedem Auskühlen werden die Schichten getrennt und das Ganze beginnt von vorne. Das kostet immens Zeit und wenn Du nur wenig Erfahrung hast, wird das Ergebnis mit Sicherheit nicht so, wie Du Bienenwachs im Handel kaufen kannst.

Bienenwachspastillen herstellen

Für den Endverbraucher sind Bienenwachspastillen optimal. Die meisten möchten gerne ihr Lippenbalsam selber machen, Kerzen gießen oder benötigen Bienenwachs als Grundzutat bei der eigenen Herstellung von Naturkosmetik. Die wenigsten Imker stellen selbst Pastillen für den Verkauf her, dieser Prozess ist schlicht zu aufwendig. Es gibt zwei Möglichkeiten, die kleinen, goldgelben Pastillen selbst zu produzieren, entweder in Profiqualität oder für den Hausgebrauch:

Für den Hausgebrauch:

Wird das flüssige Bienenwachs aus großer Höhe langsam in einen Eimer mit kaltem Wasser geschüttet, bilden sich beim „Fallen“ kleine Kugeln aus. Denn durch die Höhe bildet sich um die Tropfen eine leicht abgekühlte Haut. Übrigens wurden so früher Schrotkugeln hergestellt, diese Gußtechnik ist als „Turmgießverfahren“ bekannt. Wichtig ist tatsächlich die Höhe, damit das Wachs an der Oberfläche im Fall genug Zeit zum Abkühlen hat. Das Ergebnis ist für den Hausgebrauch allemal ausreichend, doch wenn du Pastillen in Profi-Qualität haben möchtest, musst du sie gießen.

Rohwachs in Profi-Qualität zu Pastillen verarbeiten

Damit die Pastillen alle die gleiche Größe und Kontur haben, wird flüssiges Bienenwachs in Formen gegossen. Da das Aushärten seine Zeit dauert, benötigst du also entweder viele Formen oder du musst das Wachs ständig neu einschmelzen.

Bienenwachspastillen kaufen

Die unkomplizierteste aller Varianten ist sicherlich der Kauf von fertigen Bienenwachspastillen. Möchtest du deine Naturkosmetik selber machen oder deine eigenen Kerzen herstellen, solltest du darauf achten, dass in den Pastillen keine Rückstände enthalten sind. Empfehlenswert sind zum Beispiel diese Wachspastillen, sie sind rückstandsfrei und werden in Deutschland kontrolliert sowie abgepackt. Der Hersteller steht allgemein für hochwertige Produkte.