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Der Honiglöffel ist so ein typisches Werkzeug, dem ein kleines bisschen Luxus anhaftet. Mit solch einem Accessoire gelangt Honig kleckerfrei und unkompliziert vom Honigglas in den Tee oder auf das Frühstücksbrötchen. Übrigens wird das gute Stück auch als Honigheber oder Honigspirale bezeichnet. Ob man es braucht? Keine Ahnung, erlaubt sei der Vergleich mit einem Schraubenzieher: Eine Schraube lässt sich mit einem Messer oder Geldstück eindrehen - luxuriöser ist die Handhabung mit einem passenden Werkzeug. Genauso verhält es sich mit dem Honiglöffel, er ist einfach schön anzusehen und praktikabel.

 Aus Holz? Metall? Kunststoff?

Honiglöffel gibt es aus verschiedenen Materialien. Die edelste Form dürfte die aus Holz sein. Etwas günstiger, dafür nicht so stilecht ist der Honiglöffel aus Kunststoff. Mittlerweile gibt es auch Hersteller, die das praktische Besteck aus Edelstahl fertigen. Letztendlich ist es Geschmackssache, ob Holz, Edelstahl oder Kunststoff, wobei Naturfreunde sicher eher auf einen Honiglöffel auf Holz setzen.

Der Naturstoff “Holz”

Der Rohstoff “Holz” sticht im Vergleich mit Plastik natürlich als deutlich umweltfreundlicher hervor, sofern auf Holzarten gesetzt wird, für deren Gewinnung kein Regenwald weichen muss. Und: Wer sich Sorgen macht, dass Holzbesteck ein Nährboden für Keim darstellen könnte, dem sei gesagt, dass bestimmte Holzsorten aufgrund enthaltener Gerbsäuren sogar eine antibakterielle Wirkung haben. Holz kann zudem - im Gegensatz zu Kunststoff - Wassermengen absorbieren, was den Bakterien die Lebensgrundlage raubt.

Rillen, Spiralen und Lamellen

Honiglöffel aus Holz haben eingekerbte (gedrechselte) Rillen. Durch diese Einkerbungen gelingt es mühelos, tropfenden Honig aufzunehmen und kleckerfrei aufs Brot, in das Teeglas oder auf den Braten zu befördern. Der Griff ist rund, was das Eindrehen in den Honig erleichtert. Wer kennt sie nicht, die mühsamen Versuche, einen Teelöffel schnell genug zu drehen, damit der Honig aufhört zu tropfen. Natürlich gelingt es auch oft irgendwie, den Honig auf dem Löffel zu halten, doch sicher nicht immer. Der Teelöffel hat einen flachen Griff und eine deutlich größere Fläche - der Honiglöffel hat einen runden Griff und eine spezielle Formgebung. Die Rillen und die symmetrische Form sorgen automatisch dafür, dass der Honig erst dann wieder den Löffel verlässt, wenn es erwünscht ist.

Eigenschaften und Pflege des Honiglöffel aus Holz

Olivenholz oder Kiefernholz sind sehr beliebte Holzarten für das Honig-Accessoire. Besonders Olivenholz scheint prädestiniert für den Einsatz im Honigglas zu sein, denn Olivenholz ist dicht, hart, langlebig und vor allem resistent gegen Pilze. Im täglichen Gebrauch bleibt das Holz des Olivenbaums bei richtiger Pflege für lange Zeit ein guter begleiter. Holzbesteck darf nicht in die Spülmaschine, denn das viele Wasser, der scharfe Reiniger und die Hitze machen den Naturstoff spröde, egal ob es sich um Utensilien aus Olivenholz, Kiefernholz, Kirschbaumholz, Buche oder sonstigen Holzarten handelt.  

Und - was meinst du als Bienenfreund: Ist Honig gesund oder nicht? Oberflächlich betrachtet, sollte er eigentlich gesund sein, schließlich ist es ein Naturprodukt, richtig? Urgroßmutter wusste eine Menge über die tatsächliche oder vermeintliche Heilwirkung. Deswegen wurde Honig früher als Hausmittel bei allerlei Zipperlein eingesetzt. Was ist davon heute zu Zeiten des “hektisch-und-schnell-gesund-werdens” übrig? Ist Honig immer noch gesund? Schaun wir mal.

Von ungesunden und gesunden Inhaltsstoffen

Die gute Nachricht: Honig ist ein Lebensmittel, frei von Cholesterin, Fett, chemikalischen Stoffen und künstlichen Geschmacksverstärkern. Die schlechte Nachricht: Honig enthält keine Ballaststoffe, keine Proteine und ist nicht gerade als diätetisches Lebensmittel geeignet. Angeblich soll Honig sogar fördernd auf den Appetit sein und aufgrund der begrenzten Menge, die man normalerweise verzehrt, ist er nicht gerade ein Sattmacher. Die Waagschale ist hier also ausgeglichen.

Zucker, Zucker, Zucker und Wasser

Zucker ist der Hauptbestandteil von Honig. Aber: dieser Zucker hat nichts mit dem weißen Industriezucker zu tun. Der im Honig enthaltene Zucker besteht aus Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose). In kleineren Mengen kommen noch zusätzlich zu diesen Einfachzuckern Zwei- oder Dreifachzucker hinzu, doch diese spielen eher eine untergeordnete Rolle. Fructose und Glucose machen bis zu 80 Prozent des Honigs aus, der Rest ist Wasser.

Das wars noch nicht….

Gut, im Honig stecken eine Menge Zuckerstoffe und Wasser. Das ist aber noch nicht alles, denn im Honig tummeln sich noch ein paar Vitamine, Antioxidantien, Mineralstoffe und Inhibine. Letztgenanntes ist ganz besonders interessant, denn als Inhibine wird eine bestimmte Gruppe entzündungshemmender Wirkstoffe bezeichnet, die da wären: Enzyme, Flavonoide und Harze. Zudem enthält Honig geringe Mengen Wasserstoffperoxid, ein antibakteriell wirksamer Stoff.

Der Blick in die Ferne

Als Bienen- und Honigfreund kennst du natürlich Manuka Honig. Und sicher weißt du auch, dass aufbereiteter Manuka Honig der einzige Honig ist, der von der gesetzlichen Seite her als “gesund” bezeichnet werden darf (Medihoney). Manuka Honig kommt aus Neuseeland und er enthält in nennenswerten Mengen Methylglyoxal. Diese als MGO abgekürzte Substanz hat eine antimikrobielle Wirkung und es ist ein Honig, der eher zu Heilzwecken denn als Genussmittel eingesetzt wird. Dazu wird neuseeländischer Manuka Honig mit seinem hohen Gehalt an MGO und Blütenhonig mit einem hohen Wert an Wasserstoffperoxid gemischt, per Gamma-Strahlung keimfrei gemacht und als Wundmittel gehandelt. Sogar Kliniken nutzen diesen gesunden Honig zur Wundbehandlung.

Was die Urgroßmutter noch wusste

Kehren wir von Neuseeland wieder in unsere Gefilde, ist Honig ein Lebensmittel. Dennoch kennt sicher jeder die Verwendung von Honig als Hausmittel. Heiße Milch mit Honig, um besser einschlafen zu können. Fenchelhonig, um den zornigen Bauch zu beruhigen. Die süße Köstlichkeit in allen Variationen, um eine Linderung bei Halsschmerzen einzuläuten. Honig als Energiespender. Honig ist ein Lebensmittel, ja - aber eines, das im Rahmen einer gesunden Ernährung durchaus genannt werden sollte.

Gesund hin und her - die Zähne mögen ihn nicht

Für die Zähne und die darauf lebenden Bakterien macht es kaum einen Unterschied: Sie lieben Zucker, ob er nun aus dem Honig kommt oder aus der Fabrik. Den Zucker aus dem Honig lieben sie sogar noch ein klein wenig mehr, denn Honig klebt etwas länger an den Zähnen als herkömmlicher Zucker. Zeit genug, für Bakterien, sich zu vermehren. Nicht umsonst rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, den Zucker (und Honig) Konsum auf unter zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr zu beschränken. Quelle: https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/position/DGE-Position-WHO-Richtlinie-Zucker.pdf

Und nun? Ist Honig jetzt gesund oder nicht?

Honig ist ein gesundes Lebensmittel, Medihoney ist ein medizinischer Honig mit einer ausgezeichneten Heilwirkung. Wie bei allen Lebensmitteln macht es die Dosis aus, ob gesund oder nicht gesund. Täglich ein halbes Glas Honig ist sicher nicht gesund, täglich das Frühstücksbrötchen damit bestreichen, dürfte eher dem Organismus gut tun. Und: Honig als Zuckerersatz ist eine gute Alternative, möchte man dem weißen Industriezucker abschwören. Honig kann den Tee versüßen, über das Müsli gegeben werden, für den Schuss Pfiffigkeit beim Sonntagsbraten sorgen und verdient es auch, dass man ausnahmsweise einfach mal so an ihm schleckt. Honig hat nämlich im Gegensatz zum Zucker einen immensen Vorteil: Er schmeckt je nach Sorte süß, fruchtig, herb oder zart. Das tut der Seele gut - und eine glückliche Seele ist schließlich auch für das Wohlbefinden zuständig, richtig?