Der Dampfwachsschmelzer – Infos, Erfahrung, Kaufempfehlung

Wachsreste zu schmelzen, kann ziemlich mühsam werden. Besonders wenn im Herbst viele Waben anfallen, ist das Schmelzen mit viel Zeitaufwand verbunden. Das geht aber auch schneller, zum Beispiel mit einem Dampfwachsschmelzer.

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Ein Dampfwachsschmelzer hat mehrere Vorteile auch gegenüber einem Sonnenwachsschmelzer. Vor allem die Unabhängigkeit von Witterung und Jahreszeit macht den Dampfwachsschmelzer beliebt. Ein weiterer Vorteil bei einem Dampfwachsschmelzer ist das recht saubere Wachs, dass durch den Dampfvorgang aus den alten Waben gewonnen wird.

Die Aufgabe des Dampfwachsschmelzers

Der Wachsschmelzer soll das Wachs so weit erhitzen, dass es fließfähig wird und so in einer Wanne oder einem Eimer aufgefangen werden kann. Dabei sollte das Wachs außerdem so flüssig werden, dass es durch ein Wachssieb läuft. So werden die Rückstände herausgefiltert und das aufgefangene Wachs wird sehr rein. Dampfwachsschmelzer erledigen diese Aufgabe auf unterschiedliche Weise und mit verschiedenen Energiequellen. Dadurch ist die Vielfalt der Modelle sehr groß und die Preisspanne für die Dampfwachsschmelzer ist es ebenfalls. Neben dem verwendeten Dampfwachsschmelzer entscheidet auch die Wabe selbst über die Dauer des Schmelzvorgangs. Je nach Alter der Waben schmelzen diese schneller oder benötigen länger, bis daraus wieder Rohwachs wird. Das solltest Du beachten, wenn Du ein externes Dampfgerät verwenden möchtest, das lediglich ein bestimmtes Füllvermögen mit Frischwasser besitzt.

Edelstahl oder Kunststoff - die richtige Materialwahl

Dampfwachsschmelzer sind meist mit einem Gehäuse aus Kunststoff oder Edelstahl gefertigt. Da Holz sich durch den Dampf leicht verzieht, werden die industriell gefertigten Dampfwachsschmelzer nicht aus diesem Material gefertigt. Allerdings gibt es Baupläne für Wachsschmelzer, die mit Dampf betrieben werden, die ganz einfach den Dampf in die Bienenbeute leiten. Ob das auf Dauer wirklich eine gute Idee ist, sollte jeder Imker für sich selbst entscheiden. Für den Hobbyimker ist sicherlich ein Dampfwachsschmelzer aus Kunststoff eine gute und preislich günstige Wahl. Die Modelle aus Edelstahl sind gleich sehr viel teurer und rentieren sich meist erst nach mehreren Jahren der Nutzung.

Dampfwachsschmelzer - Technik und Verfahren erklärt


Beim Dampfwachsschmelzer wird heißer Dampf über die Waben und Rähmchen geleitet. Das Wachs schmilzt ab und wird im unteren Bereich des Schmelzers aufgefangen. Es gibt hier vollständig unterschiedliche Modelle aus Kunststoff oder Edelstahl. Im Gegensatz zum Sonnenwachsschmelzer ist der Dampfwachsschmelzer unabhängig vom Wetter nutzbar. Betrieben wird er mit Propangas oder Strom. Wobei es bei der Stromvariante zwei unterschiedliche Verfahren gibt. Der Dampfwachsschmelzer kann mit Strom oder Propangas von unten erhitzt werden, oder der Dampf wird von einem separaten Dampferzeuger in das Gehäuse eingeleitet. Das kann sogar bei einem selbst gebauten Dampfwachsschmelzer ein ganz normaler Dampfreiniger aus dem Haushalt sein.

Hitzeerzeugung - im oder am Kessel

Je nachdem, wo der Dampf erzeugt wird, dauert das Schmelzen des Wachses länger, da zunächst unterschiedlich große Wassermengen erhitzt werden müssen. Der externe Dampferzeuger ist bei der Dampfproduktion zwar sehr schnell, da der Kessel selbst aber nicht mit erwärmt wird, dauert es einige Zeit, bis der komplette Kessel erwärmt und mit Dampf gefüllt ist. Erst dann beginnt das Wachs, tatsächlich zu schmelzen.

In anderen Modellen wird der Dampf in einem extra Wasserbehälter erzeugt, der sich unter dem Schmelzbehälter befindet. So ist nur ein geringes Wasservolumen nötig und durch die Erhitzung des Behälters kann der Dampf relativ schnell nach oben über die Waben ziehen. Diese Variante von Dampfwachsschmelzern kann sowohl selbst mit einer elektrischen Beheizung versehen sein oder auf eine elektrische Herdplatte gestellt werden. Andere Modelle werden über einem Propangasbrenner erhitzt. Im Handel sind spezielle Gestelle für die Dampfwachsschmelze über Propan zu finden.

Wachs im Wasserbad auffangen

 

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Dadurch, dass beim Dampfwachsschmelzer das Wachs mit viel Feuchtigkeit heruntergedampft wird, können sich auch Schmutzpartikel leichter auslösen und regelrecht etwas herausgespült werden. Das Wachs wird durch dieses Verfahren reiner und sauberer als bei einem Sonnenwachsschmelzer. Trotzdem hängt es natürlich immer noch zum Teil von den gewählten Filtern beziehungsweise Sieben ab, wie sauber das Wachs später ist.

Problem beim Schmelzen mit Dampf

Neben vielen Vorteilen haben Dampfwachsschmelzer auch einen entscheidenden Nachteil, denn es wird immer eine Energiequelle benötigt. Da der Dampfwachsschmelzer teilweise recht lange erhitzt werden muss, kann doch einiges an Stromkosten zusammenkommen. Das Erhitzen mit Gas ist zwar ein wenig günstiger, es wird aber auch weiteres Zubehör wie der Propangasbrenner benötigt. Effektiver ist das Schmelzen des Wachses mit Dampf auf jeden Fall. Außerdem bist Du durch einen Dampfwachsschmelzer völlig unabhängig von der Witterung und kannst auch größere Mengen Wachs zügig schmelzen. Da im Herbst zwangsläufig die größte Ausbeute an Wachs anfällt, eignet sich das Abschmelzen mit Dampf besser als das Schmelzen mit der Sonnenwärme. So rettest Du auch größere Mengen Wachs, bevor sich erst die Wachsmotten daran gütlich tun.

Dampfwachsschmelzer selber bauen

Einige Heimwerker haben bereits Anleitungen ins Netz gestellt, bei denen die Bienenbeute komplett eingedampft wird. Dazu wird ein Dampfreiniger oder ein Tapetenablöser aus dem Haushalt verwendet. Während die Wahl des Gerätes sicher eine gute Lösung ist, musst Du wirklich selbst überlegen, ob Du das Risiko eingehen willst, dass die Bienenbeute sich verzieht. Selbst wenn sie sich nur minimal wirft oder verschiebt, wird es eventuell schwer, später die Rähmchen wieder einzusetzen. Auch die Klappen schließen eventuell nicht mehr so gut.

Der zweite wichtige Punkt ist die Feuchtigkeit, die direkt im Holz Schäden verursachen kann. Das kann zu Schimmel- oder Bakterienbefall führen, der für die Bienen sicher ebenfalls nicht angenehm ist. Du solltest daher lieber einen extra Kasten verwenden, in dem Du mit dem Dampf keinen Schaden anrichten kannst. Wenn dies eine Kunststofftonne sein soll, muss natürlich spezieller Kunststoff verwendet werden, der für die Nutzung mit Lebensmitteln zugelassen ist und gleichzeitig hitzebeständig ist. Schließlich erreicht der Dampf Temperaturen von um die 100 Grad.

Kastenbau und Wahl des Dampferzeugers

Im Handel gibt es zahlreiche Edelstahlboxen mit Deckel, die Du einfach zu einem Dampfwachsschmelzer umarbeiten kannst. Schließlich musst Du im Grunde nur ein Loch für den Dampfschlauch einarbeiten und eventuell für eine einfache Entlüftung sorgen. Der gesamte Schmelzvorgang kann innerhalb des Kastens ablaufen. Allerdings kannst Du das Wachs dann nicht zwischendurch herausnehmen. Hier musst Du entscheiden, wie viel Wachs Du schmelzen möchtest und ob sich der zusätzliche Aufwand eines Bodenablaufs tatsächlich lohnen würde. Ideal ist es natürlich, wenn Du Dich beim Bau an den Modellen im Handel orientierst, die Dir am besten gefallen. Alle Teile, auch der Ablaufhahn, müssen aber für die Verwendung in der Lebensmittelproduktion zugelassen sein. Verwende keine Anschlussstücke, die Du zum Beispiel vom Gartenschlauch abgenommen hast.

Besitzt Du bereits ein Gerät, das Dampf produziert, wie einen Tapetenablöser oder einen richtigen Dampfreiniger, kann der einfach auch als Dampfwachsschmelzer verwendet werden. Nicht geeignet ist eine Dampfente, denn sie bringt einfach viel zu wenig Dampf. Auch bei einem Dampfreiniger solltest Du prüfen, ob die einfüllbare Wassermenge für Deine Zwecke ausreichend ist. Gerade günstigere Modelle dürfen beispielsweise lediglich etwa 15 Minuten lang betrieben werden und müssen dann erst wieder abkühlen. Dieser Zeitraum wird aber wohl nicht ausreichen, um Deinen Dampfwachsschmelzer vollkommen mit Dampf zu füllen und die Waben abschmelzen zu lassen.

Maße prüfen - Kapazität erhöhen

Ob Kunststofftonne oder Edelstahlkiste, Du benötigst ein gewisses Volumen, damit der Dampf zwischen den Rähmchen gut zirkulieren kann. Stehen diese dicht an dicht in einem Edelstahlkorb, schmilzt das Wachs nur nach und nach von außen her ab. Die Folge sind erhöhte Energiekosten und eine erheblich verlängerte Schmelzzeit. Du solltest also gut planen, wie viele Rähmchen in etwa anfallen werden und den Schmelzbehälter daran anpassen. Es wäre sehr ärgerlich, wenn Du wegen eines oder zweier Rähmchen extra noch einmal den Dampfwachsschmelzer anheizen müsstest. Genaues Ausmessen erspart Dir hier viel Ärger und hohe Energiekosten.

Dampfwachsschmelzer kaufen - Preise und Varianten

Kleine Wachsschmelzer mit Dampfverfahren befinden sich häufig in einer Kunststofftonne. Häufig hast Du die Wahl, ob Du das Gerät zur Dampferzeugung gleich im Set mit kaufen möchtest oder ein eigenes Dampfgerät aus dem Haushalt verwenden möchtest. Auch der Dampferzeuger kann getrennt gekauft werden, so kannst Du leicht einen eigenen Dampfwachsschmelzer bauen und den Dampferzeuger daran anschließen.

 

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Ein Dampfwachsschmelzer, der je nach Größe zwischen zwölf und 18 Waben zur gleichen Zeit ausschmelzen kann, kostet in der Kunststoffversion etwa 120 Euro. Der Dampfwachsschmelzer hat allerdings üppige 2.200 Watt, was bei der benötigten Laufzeit schon einiges an Stromkosten verursachen kann. In alten Häusern mit veralteten Leitungen kann diese hohe Wattzahl schon einmal zu Problemen führen. In diesem Fall ist eventuell doch ein Dampfwachsschmelzer besser geeignet, der mit Propangas beheizt wird. Hast Du jedoch einen Starkstromanschluss und die entsprechende rote Steckdose, kannst Du einen Dampfwachsschmelzer verwenden, der mit 400 Volt beheizt wird. Allerdings wird dies eher etwas für den Profi sein, denn natürlich sind hier auch die Anschaffungskosten mit 2.000 Euro recht stark.

Für einen großen Dampfwachsschmelzer aus Edelstahl kann allein der Propangasbrenner mit 9,5 KW, Zündsicherung und Druckmanometer ab 650 Euro kosten. Der dazugehörige Schmelzer für etwa 20 Waben kostet hingegen lediglich etwa 550 Euro. Kleinere Propangasbrenner kosten hingegen nur um die 160 Euro. Ein vergleichbares Dampfgerät mit Elektroanschluss allerdings nur ungefähr 60 Euro. Ein Dampfwachsschmelzer mit eingebauter Elektroheizung aus Edelstahl kostet für 14 Rähmchen jedoch bereits um die 1.000 Euro. Dieses Gerät hat eine Leistung von 3.000 Watt und benötigt darum eine extra Absicherung über 16 Ampere. Mehr Leistung geht bei einem elektrischen Gerät nicht ohne einen Starkstromanschluss. Das gleiche Modell kostet ohne die elektrische Heizung immerhin noch 800 Euro in der Edelstahlausführung.