Honigsieb – Infos, Erfahrung, Kaufempfehlung

Bienen produzieren für uns Honig. Doch bevor wir uns die goldfarbene Köstlichkeit schmecken lassen, hat der Imker noch einige Arbeitsschritte zu tun. Zur Ernte wird der Honig aus den Wabenzellen geschleudert und in einem Behältnis (Hobbock) aufgefangen. Nach diesem Prozess befinden sich in der Honigmasse noch kleine, feine Partikel, die nicht zum Verzehr geeignet sind. Das können Wachsteilchen der Honigwaben sein, aber auch mal Holzsplitter vom Rähmchen oder gar Teile toter Bienen.

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Selbst, wenn Du nur ein kleines Bienenvolk Dein eigen nennst, benötigst Du einige Utensilien, sofern Du verzehrfähigen Honig gewinnen möchtest. Eines der wichtigsten Gerätschaften ist das Honigsieb. Nur mit solch einem Sieb kannst Du qualitativ hochwertigen Honig herstellen. Es wird dafür benötigt, Fremdstoffe aus Deinem Honig auszusieben und gehört quasi zur Grundausstattung eines Imkers.

Dabei gibt es zwei verschiedene Honigsiebe: Einmal das Doppelsieb, bestehend aus einem Innen- und einem Außensieb – beide sind zeitgleich im Einsatz. Zum anderen ist das Spitzsieb ein Honigsieb, welches den Abschluss der Filtermaßnahmen bedeutet.

Schleudern und Sieben – ein Arbeitsdurchgang

Meist folgt der erste Siebdurchgang direkt dem Schleudern. Beim Abfüllen wird der flüssige Honig das erste Mal durch das Honigsieb geleitet, um gröbere Partikel direkt zu herauszufiltern. Die meisten Honigsiebe bestehen aus zwei Teilen – ein flaches, grobes Innensieb und ein gewölbtes und feineres Außensieb. Der frisch geschleuderte Honig läuft also direkt vom grobmaschigen Sieb in das darunter liegende Innensieb mit einer dichteren Webart. Von dort kann der vorgereinigte Honig in einen Behälter laufen.

Honigsiebe bestehen entweder aus lebensmittelechtem Kunststoff oder aus Edelmetall. Beide Varianten lassen sich leicht reinigen und entsprechen den hygienischen Vorschriften für die Produktion von Lebensmitteln.

Die Tücken des Siebens

Besonders das grobe Innensieb verlangt bei der Arbeit öfter mal eine Reinigung. Denn je nach Honigmenge läuft das Sieb schnell voll und kann verstopfen. Das bedeutet für den Imker – das Schleudern des Honigs kurz unterbrechen, das Honigsieb von den Partikeln entfernen, das Sieb trocknen lassen und weiter geht es. Das zweite, feinere Sieb filtert alle Fremdstoffe aus, die es durch das grobe Maschennetz des Honigsieb schafften. Deswegen muss auch hier beim Sieben ein Auge darauf gehalten werden, nicht dass der frisch geschleuderte Honig über den Siebrand hinweg läuft.

Dem Honig eine Pause gönnen

Nach dem Sieben wird der Honig für einige Stunden, am besten über Nacht in Ruhe gelassen. Er enthält immer noch feinste Teilchen, zudem tummeln sich Luftblasen in der Honigmasse. Durch den völligen Stillstand steigen die Luftblasen und die feinen Partikel nach oben an die Honigoberfläche. Dort bildet sich eine Art Schaum, der mit einem relativ flachen Löffel abgeschöpft wird. Im Fachjargon wird dieser Vorgang „abschäumen“ bezeichnet.

Der nächste Siebdurchgang

Im Anschluss an das Abschäumen folgt ein letzter Siebdurchgang, wobei es Imker gibt, die diesen auslassen und sich auf ein weiteres Abschöpfen beschränken.

Doch um ganz sicher zu sein, dass sich keine Fremdpartikel mehr im Honig befinden, sollte ein weiteres Mal gesiebt werden. Dazu wird ein sogenannter „Spitzfilter“ eingesetzt, also ein Sieb, welches konisch spitz nach unten verläuft.

Die Honigmasse kann nach dem Durchlauf durch das Spitzsieb direkt in die Abfüllkübel gegeben werden. Jetzt sollten definitiv alle Fremdpartikel entfernt worden sein. Das Sieben ist eine der sichersten Methoden, den Honig so zu bekommen, dass keine Stoffe in ihm „schwimmen“, was natürlich beim Konsument zu Irritationen führen könnte.

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Ein Honigsieb kostet nur kleines Geld, allerdings zahlt sich hier Qualität absolut aus. Ein allzu günstiges Modell erfüllt zwar auch seinen Zweck, doch die Gefahr der „Dauer-Verstopfung“ ist gegeben. Und das macht dann wahrlich keinen Spaß, wenn Du mitten beim Schleudern ständig rennen musst, um Dein Honigsieb zu reinigen. Deswegen lohnt es sich, hier auf gute Qualität zu achten.