Propolis, alles was du über das Bienenharz wissen musst

Wie Du Propolis gewinnen und ernten kannst, wurde hier schon hinreichend beschrieben. Im Grunde reicht es, ein Propolisgitter anzubringen und abzuwarten, bis die fleißigen Insekten es mit Kittharz einkleistern. Doch was ist Propolis genau und welcher Nutzen wird damit verbunden? Im nachfolgenden Artikel findest Du spannende Aspekte rund um die klebrige Substanz, die eigentlich in jede Hausapotheke gehört.

Früher und heute

Die harzige Substanz wurde früh vom Menschen entdeckt - ebenso ihre heilsamen Eigenschaften. Historiker sind sich einig, dass Hippokrates damit Geschwüre versorgte und Aristoteles Wunden mit der klebrigen Substanz einölte. Im alten Ägypten wurden mit Propolis Leichen einbalsamiert und im einstigen Römischen Reich diente das Bienenerzeugnis als Mittel, um damit Kriegsverletzungen zu heilen.

Der medizinische Fortschritt zu Beginn des 21. Jahrhunderts ließ das Bienenkitt langsam in Vergessenheit geraten. Zumindest in der breiten Öffentlichkeit.
Allerdings verschwand es nie so ganz, denn die meisten Imker nutzten und nutzen ihr geerntetes Propolis immer noch. Heute ist die harzige Substanz fast schon wieder „salonfähig“. Das ist dem Trend hin zur Naturheilkunde und Naturkosmetik zu verdanken. Und natürlich den zahlreichen Erfahrungsberichten, die sich dank des Internets global ausbreiten.

Kaufempfehlung: 50ml Propolis Tropfen in top Qualität
>> zum Produkt

Was ist Propolis überhaupt?

Propolis wird von den emsigen Nutztieren eigens zur Absicherung gegen Schädlinge hergestellt. In jedem Bienenstock gibt es Ritzen und Fugen, nicht zu vergessen, die Einflugslöcher. Im Inneren eine solchen Stockes beträgt die Temperatur 35 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit ist entsprechend hoch.

Tausende kleiner Organismen auf engstem Raum bei Wärme und feuchter Luft? Perfekte Bedingungen für Bakterien, sollte man meinen. Und das wäre auch so, gäbe es kein Propolis. Denn dank dieser harzigen Masse haben es schädliche Mikroorganismen schwer, in einen Bienenstock einzudringen, um dort ihr Werk zu verrichten. Propolis hat eine antibakterielle Wirkung und ist in der Lage, Pilzsporen zu vernichten. Selbst Viren haben es schwer, gegen Propolis anzukommen.

Der Herstellungsprozess

Nicht alle Bienen suchen Blütennektar, manche fliegen Bäume an, um das Harz zu sammeln. Im Bienenstock wird das Baumharz durch kräftiges Einspeicheln der Stockbienen mit Pollenöl, Bienenwachs und den Bestandteilen der „Bienenspucke“ vermengt, bis eine klebrige Substanz entsteht: Propolis.

Damit bestreichen die Tiere alle Bereiche, die ihrer Meinung nach als Einfallstor für Bakterien dienen könnten. Selbst fremde Organismen - wie etwa eine in das Bienenheim eingedrungene Maus - wird zuerst gestochen, um danach mit Propolis eingekleistert zu werden. Das wirkt, von der toten Maus geht kaum noch eine Gefahr aus.

Um eine Lösung in Form von Tropfen oder Tinkturen herzustellen, wird Rohpropolis in Alkohol gelöst. Das ist eine langwierige Angelegenheit, lohnt sich aber. Weiter wird das verarbeitete Bienenprodukt als Kapsel oder als Zutat in Salben verwendet. Die Angabe des enthaltenen Propolis erfolgt zumindest bei Tropfen oder Tinkturen in Prozent. Dabei reichen für kleinere Anwendungen 12 Prozent locker aus – zumal diese auch den Vorteil zu haben, nicht ganz so sehr zu kleben, wie eine Lösung mit 40 Prozent.

Die Inhaltsstoffe in Propolis

Der harzige Stoff zeigt unter dem Mikroskop etliche wirksame Substanzen. So wurden bisher Harze, Bienenwachs, ätherische Öle, Pollenanteile, organische Stoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, Enzyme und Flavonoide nachgewiesen. Diese Mischung ist einzigartig und kann von Menschenhand nicht nachproduziert werden.

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Inhaltsstoffe variieren. Welche prozentualen Anteile sich im Bienenkitt verbergen, hängt davon ab, wo die Bienen das Harz gesammelt haben, wie es im Stock verarbeitet wird oder welche Pollenanteile enthalten sind.

Wirkung und Anwendung

Die Wirksamkeit von Propolis lässt sich wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge auch außerhalb des Bienenstocks beobachten. Als Bestandteil in naturkosmetischen Produkten kann es bei Hautirritationen helfen, indem es seine Stärke bezüglich negativer Organismen ausspielt.

Viele Anwender schwören auf eine Einnahme von Propolis in Form von Tropfen, Tinkturen, Kapseln oder als Pulver. Einige Heilpraktiker vertreten die Meinung, dass die innere Einnahme beispielsweise Schnupfenviren an der Ausbreitung hindern kann oder dass das Immunsystem gestärkt wird.

Labortechnisch bewiesen ist beispielsweise die Wirksamkeit gegen Staphylokokken und Streptokokken. Dabei handelt es sich um Bakterienstämme, die gerne mal einen Abszess, eine Nasennebenhöhlenentzündung oder eine Harnwegsinfektion auslösen. Natürlich ersetzt Propolis keine ärztlich verordnete Medikation, doch zur Unterstützung kann es nach Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker angewandt werden. Auch im Mundraum ist Propolis ein solider Helfer – der einzige Nachteil bei Tinkturen oder Tropfen ist die harzige Konsistenz.

Für den Gebrauch im Mund- und Rachenraum empfehle ich Dir diese Tropfen, denn diese enthalten 20 Prozent Propolis: Genug, um wirksam zu sein, aber nicht so viel, dass die harzige Substanz an den Zähnen klebt. Diese Tropfen sind also äußerst praktisch in der Anwendung.

Anwendungsbeispiele

Im Labor zeigt Propolis, dass es die Zellteilung von Bakterien beeinflusst. Zudem deuten erste Forschungsergebnisse an, dass auch die Virenbildung oder das Pilzwachstum außerhalb des Bienenstocks durch Propolis gehemmt werden könnte.

Kaufempfehlung: 50ml Propolis Tropfen in top Qualität
>> zum Produkt

Das bedeutet in der Praxis, dass die harzige Substanz überall dort eingesetzt werden könnte, wo Keime ihr Unwesen treiben. So können beispielsweise Pickel oder eine leichte Form der Akne mit Propolis behandelt werden. Auch als unterstützende Maßnahme bei Fußpilz, bei Ekzemen oder bei einem Hautpilz kann das Bienenkitt eingesetzt werden.

Allerdings sollte Propolis nie als alleiniges Therapeutikum betrachtet werden, sondern immer nur als zusätzliche Unterstützung zur vom Arzt verordneten Medikation oder sonstigen bewährten Maßnahmen.

Um konkret ein Beispiel zu nennen: Propolis hemmt das Bakterienwachstum im Mundraum. Es wirkt gegen die Bakterien, die ursächlich für Karies verantwortlich sind. Allerdings ersetzt das Bienenerzeugnis keinesfalls die tägliche Mundhygiene in Form von Zähneputzen.

Dafür kann es vorbeugend gegen Zahnfleischentzündungen oder Pilzinfektionen in der Mundschleimhaut eingesetzt werden. Auch bei Lippenherpes ist das Bienenharz eine wirksame Hilfe – allerdings nur im Anfangsstadium. Betupfe die betroffene Stelle mit Propolis, solange sich das „Heranreifen“ einer Herpesblase durch Kribbeln ankündigt. Ist die Herpesinfektion voll ausgebrochen, setzt Du auf den Wirkstoff Aciclovir.

Bei Infektionen die inneren Organe betreffend, ist Propolis ebenfalls eine wertvolle Unterstützung zur herkömmlichen Therapie. Zahlreiche Erfahrungsberichte belegen, dass das Bienenkitt – wird es neben der ärztlich verordneten Medikation eingenommen – den Heilungsverlauf positiv beeinflusst. Das kann etwa bei einer Darminfektion, Magenschleimhautentzündung, Blasenentzündung oder bei Bronchitis der Fall sein.

Die Risiken

Propolis wird in einigen Beiträgen als wahres Wundermittel angepriesen. Bei aller Wirksamkeit - eine Patentlösung für jede Beschwerdeform ist es sicher nicht. Falls Du selbst Propolis herstellen und dieses als Tropfen oder Tinktur in deinem Bekanntenkreis verschenken möchtest, solltest Du immer auf das allergene Risiko aufmerksam machen.

Das Bienenprodukt wird nicht von jedem vertragen, sowohl bei äußerlicher als auch bei innerer Anwendung kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Am besten empfiehlst Du, dass zuerst eine winzige Menge auf einer unempfindlichen Hautstelle aufgetragen wird, um sich so selbst auf eine Allergie zu testen. Die innere Einnahme hingegen sollte in Absprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

Der Umgang

Bei der Herstellung oder dem Umgang mit Propolis ist höchste Achtsamkeit gefragt. Propolis ist klebrig und harzig. Nutze nur Gerätschaften, die Du anschließend nicht unbedingt benötigst. Lege überall dort Zeitungspapier aus, wo Propolis hingelangen könnte. Vorsicht mit Deiner Kleidung - es lässt sich kaum herauswaschen. Auch auf der Haut hinterlässt das Bienenkitt seine Spuren – am besten hantierst Du mit Gummihandschuhen.

Kaufempfehlung: 50ml Propolis Tropfen in top Qualität
>> zum Produkt

Auch hier nenne ich gerne ein konkretes Beispiel: Du möchtest dein tägliche Mundhygiene mit Propolis unterstützen: Dann gib einige Tropfen der Tinktur in das Gurgelwaser, trage es nicht direkt auf Zahnfleisch auf. Der Grund: Die harzige Konsistenz „saugt“ sich quasi an den Zähnen fest, was eine vorübergehende, braune Verfärbung der Zähne nach sich zieht. Das lässt sich auch nicht so schnell wegputzen – also immer schön Vorsicht walten lassen beim Gebrauch und Umgang mit der wertvollen Natursubstanz.